Jugend verdient eine starke Stimme
Das möchte ich ändern.
Ich erlebe immer wieder junge Menschen, die sich in unseren Vereinen, den Feuerwehren oder in der Jugendarbeit engagieren und schon früh Verantwortung übernehmen. Wer bereit ist, Verantwortung für unsere Gemeinschaft zu tragen, sollte auch die Möglichkeit haben, ihre Zukunft mitzugestalten.
Ich möchte jungen Menschen in Trier-Land eine starke Stimme geben und ein dauerhaftes Jugendbeteiligungsformat schaffen. Ob dieses am Ende als Jugendparlament oder in einer vergleichbaren Form ausgestaltet wird, sollte gemeinsam mit den Jugendlichen entwickelt werden. Entscheidend ist für mich nicht der Name, sondern dass junge Menschen ihre Ideen einbringen, Themen ansprechen und unsere Verbandsgemeinde aktiv mitgestalten können.
Mitreden statt nur zuhören
Dabei geht es nicht um Symbolpolitik oder ein weiteres Gremium ohne Wirkung. Es geht darum, zuzuhören, junge Menschen ernst zu nehmen und ihre Ideen dort einzubringen, wo Entscheidungen getroffen werden. Gute Ideen kennen kein Alter.
Ein solches Beteiligungsformat soll den direkten Austausch zwischen Jugendlichen, Politik und Verwaltung ermöglichen. Anliegen und Vorschläge sollen ihren Weg in die politischen Gremien finden und dort ernsthaft beraten werden. Gleichzeitig können junge Menschen erleben, wie Demokratie funktioniert – und dass ihr eigenes Engagement etwas bewirken kann. Genau darin sehe ich eine große Chance, demokratische Werte zu stärken und Interesse an kommunalpolitischem Ehrenamt zu wecken.
Erfolgreiche Beispiele zeigen: Es funktioniert
Jugendbeteiligung ist dabei keine neue oder unrealistische Idee. In vielen Städten und Gemeinden gibt es bereits erfolgreiche Jugendparlamente oder vergleichbare Beteiligungsformate. Die Erfahrungen zeigen, dass alle profitieren, wenn junge Menschen früh Verantwortung übernehmen und ihre Perspektiven in politische Entscheidungen einbringen können.
Mir ist besonders wichtig, dass sich alle Jugendlichen beteiligen können – unabhängig davon, aus welchem Ort sie kommen oder ob sie bereits in einem Verein oder einer Organisation aktiv sind. Beteiligung muss offen, unkompliziert und für jeden erreichbar sein.
Ich bin überzeugt: Wer junge Menschen ernst nimmt, stärkt nicht nur ihre Stimme, sondern investiert in die Zukunft unserer Verbandsgemeinde. Denn Beteiligung schafft Verantwortung, Identifikation mit der Heimat und Vertrauen in unsere Demokratie.
Diese Haltung gehört für mich auch ganz selbstverständlich zu meinem Leben als Familienvater. Auch bei uns zu Hause beziehen wir unsere Kinder in die Dinge ein, die unser gemeinsames Leben und ihren Alltag betreffen. Natürlich können und müssen Eltern manche Entscheidungen selbst treffen. Aber zuhören, erklären und die Meinung unserer Kinder ernst nehmen – das gehört für mich dazu.
Deshalb möchte ich gemeinsam mit unseren Jugendlichen ein Beteiligungsformat entwickeln, das zu Trier-Land passt – offen, praxisnah und mit echtem Einfluss auf kommunalpolitische Entscheidungen.